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Sehr geehrter
Internetbesucher der Seite vom Schützenverein Hüttenberg.
Hier können Sie etwas
über die Geschichte des Vereins nachlesen! Viel Vergnügen.
Schützenverein Hüttenberg e.V.
Aus den 84
Jahren seines Bestehens
Der Schützenverein
Hüttenberg ‑ vor dem Zusammenschluss der beiden früheren Gemeinden Hochelheim
und Hörnsheim trug er den Namen Schützenverein Hochelheim - ist in der
glücklichen Lage, die vollständigen Protokolle über alle wesentlichen Stationen
seines 75jährigen Bestehens, zusammengefasst in mehreren Protokollbüchern, zu
besitzen. Dies und die Tatsache, dass es der Schützenverein von Beginn an
anscheinend verstanden hat, ausführlich und gewissenhaft berichtende
Schriftführer mit der Protokollführung zu beauftragen, machen es heute leicht,
das Vereinsleben nachzuvollziehen. Diesen Schriftführern, den Schützenbrüdern
Friedrich Bach, Karl Wenz, Ernst Jung, Hans Faber, Heinz Schäfer, Margit Müller
und Gudrun Zörb sei deshalb an dieser Stelle besonders gedankt.
Der alte Hochelheimer
Schützenverein
Der Schützenverein
Hochelheim wurde am 24. Februar
1926 gegründet. Damit vollzogen
die 20 Gründer ‑ das 21. Mitglied trat wenig später ein ‑ für die Gemeinde
Hochelheim einen Schritt nach, der in vielen Gemeinden der näheren und weiteren
Umgebung schon früher getan worden war und innerhalb des Schützenbundes
Lahn-Dill‑Hüttenberg bereits zu einem lebhaften schießsportlichen und
kameradschaftlichen Miteinander geführt hatte. Sportliche Leistung und
Kameradschaft, diese beiden Schlagworte, weniger die Pflege von Traditionen,
kennzeichnen wohl am besten das, was in dem nun 75jährigen Vereinsleben im
Hochelheimer Schützenverein stets wie selbstverständlich einfach vorhanden war.
Von beidem wird noch zu berichten sein. Und ein weiteres vorab: Viele Probleme
der ersten Stunde sind so zeigt sich ‑ heute so aktuell wie vor 75 Jahren. Die
erste Hauptversammlung des jungen Schützenvereins fand am 17. April
1926 statt;
der Verein erhielt seinen ersten Vorstand. Zum 1. Vorsitzenden wurde Karl Franz
gewählt. Ihm folgten als Vorsitzende des Vereins Johannes Weber, Gärtner (1927 ‑
1929), Friedrich Birkenstock (1929 ‑ 1937) und Johannes Weber (ab 1937). Daneben
gehörten dem 1. Vorstand an: Johannes Weber als stellvertretender Vorsitzender,
Wilhelm Weber als Kassenwart, Friedrich Birkenstock als stellvertretender
Kassenwart, Friedrich Bach als Schriftführer, Hermann Weber als
stellvertretender Schriftführer, Johannes Köhler als Schießwart, Philipp
Eckhardt als stellvertretender Schießwart. Außer der Vorstandswahl wurden die
Durchführung eines Preisschießens und der Beitritt zum Schützenbund
Lahn‑Dill‑Hüttenberg beschlossen.
Die wesentlichsten Themen,
über die in den folgenden Hauptversammlungen diskutiert und beschlossen wurde,
sind heute ebenso aktuell wie heute. Finanzielle und organisatorische Probleme
standen im Mittelpunkt. Eintritts‑ und Mitgliederbeiträge, besonders Überschüsse
aus Preisschießen, daneben aber auch Gebühren für Gewehr‑ und Munitionsbenutzung
sowie für das Schießen auf Ehrenscheiben bildeten die finanzielle Basis des
Vereins. Zur Illustration dazu einige Angaben: Die Eintrittsgebühr betrug
zunächst 10,Mark, wenig später nur noch 6,‑ Mark, Der Jahresbeitrag wurde auf 1
‑ Mark pro Quartal festgelegt, pro Schuss war beim Übungsschießen ‑,10 Mark, von
Nichtmitgliedern ‑,15 Mark zu entrichten. Auch bei Teilnahme am auswärtigen
Preisschießen mit Vereinsgewehr und ‑Munition waren ‑,15 Mark zu zahlen. An der
Höhe der Beiträge änderte sich in den folgenden Jahren nicht viel.
Außerordentliche Einnahmen durch die Ausrichtung von Bundesveranstaltungen oder
die Durchführung eines Wintervergnügens waren zur Deckung der notwendigen
Ausgaben (Gewehre, Schießmaterial, Standpacht und ‑Reparaturen) und zur
Finanzierung der
1936 für
1020,‑ RM erbauten Schießhalle damals ebenso willkommen wie heute.
Organisatorisch bildete das sonntägliche Übungsschießen ein Hauptproblem. Die
Beteiligung war, trotz Verbilligung der ersten fünf Pflichtschüsse, die in eine
Schießkarte eingetragen wurden, und trotz strenger Beschlüsse in den
Hauptversammlungen (Ausschluss aus dem Verein falls ein Drittel der
festgesetzten Übungen nicht erfüllt wurden) nicht immer zufrieden stellend. Auch
dieses Problem hat nach 50 Jahren wenig an Aktualität verloren.
Das Saalschießen mit dem
Luftgewehr, der Ausbau des Großkaliberstandes, die Ausrichtung von Preisschießen
und die Durchführung des Königsschießens waren im Gründungsjahr ebenso wie in
den darauf folgenden Jahren stets wiederkehrende Themen.
Besonders bemerkenswert
für die Anfangsjahre des Hochelheimer Schützenvereins ist die für heutige
Verhältnisse beachtliche Zahl von Sitzungen im Laufe des Jahres. So fanden
alleine
1926 neben der
Gründungsversammlung fünf weitere Sitzungen statt. Auch
1927 tagte der Verein fünfmal,
1928 viermal,
1929 gar achtmal. Alle Mitglieder
waren aufgefordert, über das Wohl und Wehe ihres Vereins mitzubestimmen und von
diesem Recht wurde tatkräftig Gebrauch gemacht wie sich an den Teilnehmerzahlen
der Sitzungen deutlich ablesen lässt. Natürlich war die Zahl der Mitglieder noch
übersichtlich.
1931 wurde
die Zahl von 30 Mitgliedern erstmals überschritten; mehr als 35 wurden es damals
nicht. Trotzdem waren durchschnittliche Beteiligungen von 2/3 aller Mitglieder
an den Versammlungen dieser Jahre die Regel, teilweise wurde volle Besetzung
verzeichnet ‑ für heutige Verhältnisse kaum noch vorstellbar.
Sicherlich hat zu der
regen Teilnahme die gute Kameradschaft zwischen den Mitgliedern beigetragen. Die
regelmäßigen Hinweise im Protokollbuch über den "Abschluss des geschäftlichen
Teiles der Versammlung, worauf der Verein fast vollzählig bei Bier und gutem
Essen noch einige gemütliche Stunden beisammen blieb", aber auch die
Niederschrift spontaner Versammlungsbeschlüsse, wie z. B. "ein Fass Bier auf
Kosten der Vereinskasse zu trinken", zeugen von der guten Stimmung im Verein.
Unabhängig davon, wo die
Zusammenkünfte stattfanden, ob ‑ wie in den Anfangsjahren überwiegend ‑ in der
Gastwirtschaft Karl Franz oder ‑ später in bunter Folge ‑ auch bei den weiteren
im Verein vertretenen Gastwirten Karl Jung und Wilhelm Jung, die gute Laune
fehlte trotz mancher langen und schwierigen Diskussion nie.
Höhepunkte des
Vereinslebens waren in kameradschaftlicher Hinsicht stets die
Jahresschlussversammlungen. Bereits die erste, die am Sylvester 1926 stattfand
besser würde man sagen: begann ‑ wurde zu einem vollen Erfolg; nach Abwicklung
der Tagesordnung nahm "die Versammlung bei gleichzeitiger Neujahrsfeier ihren
weiteren gemütlichen Verlauf, bis die Letzten morgens um halb 600
Uhr das Lokal verließen", wie der sicherlich wohlinformierte Protokollant
berichtet. Jährliche Wanderungen waren natürlich fester Bestandteil des
damaligen Vereinslebens.
Besonders hervorzuheben
sind aus der Vorkriegsgeschichte zwei bereits kurz erwähnte gesellschaftliche
Ereignisse: Am 14 Juli
1929 hatte der noch junge Verein
die Ehre, das Hauptbundesschießen des Schützenbundes Lahn‑Dill‑Hüttenberg,
verbunden mit einer Tanzveranstaltung, auszurichten. Sowohl über die
Vorbereitungen, als auch über die Durchführung einschließlich des detaillierten
Aufgaben‑ und Terminplanes für die Mitglieder sowie schließlich über den
erwirtschafteten Überschuss von insgesamt 594,40 RM wird genauestens berichtet.
Am 2. Weihnachtsfeiertag
1930
veranstaltete der Schützenverein ein Wintervergnügen, bei dem neben einer
Tanzveranstaltung zwei Theaterstücke durch die Vereinsmitglieder aufgeführt
wurden. Bemerkenswert daran ist, dass der endgültige Beschluss darüber erst am
5. November gefasst wurde. 1 m Protokollbuch heißt es dazu schlicht und
ergreifend: "Es wurde beschlossen, das Wintervergnügen am 2. Weihnachtsfeiertag
abzuhalten. Es werden 2 Theaterstücke, 1.) Der Bergführer, 2.) Schäl schwört
Rache, gespielt. Die mitspielenden Personen wurden bestimmt." Trotzdem,
vielleicht auch gerade deshalb, wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg.
Leider blieb sie, eigentlich für die Zukunft als regelmäßige Veranstaltung
gedacht, durch die wirtschaftlichen Umstände der damaligen Zeit das einzige
Wintervergnügen.
Auf sportlichem Gebiet
stand im Schützenverein Hochelheim zunächst eindeutig das Großkaliberschießen
auf 100 m im Vordergrund. Die wichtigsten sportlichen Veranstaltungen waren die
jährlich zweimal stattfindenden Bundesschießen des Schützenbundes
Lahn‑Dill‑Hüttenberg und die zahlreichen zum Teil vereinsinternen Preisschießen.
Sowohl bei den Bundesschießen als auch bei dem Preisschießen schnitten die
Hochelheimer Schützen außerordentlich erfolgreich ab. Kein Jahr verging, ohne
dass erste Preise mit nach Hochelheim genommen wurden. Den Kampf um die wohl
wertvollste sportliche Trophäe, die Bundeskette des Schützenbundes
Lahn‑Dill-Hüttenberg, entschieden die Hochelheimer Schützen zunächst
1931,
1933 und
1935 sowie dann von
1937 ‑ 1939 dreimal hintereinander
für sich, wodurch die Kette in den Besitz des Vereins überging. Die Leistung der
erfolgreichen Schützen wird auch nicht dadurch geschmälert, dass gegen Ende der
dreißiger Jahre weniger Mannschaften als früher an dem Kettenschießen der durch
die Neugliederung der Sportorganisation
1937
offiziell aufgelösten Schützenbundes teilnahmen. Schützenbruder Friedrich Bach
gehörte in allen 6 Jahren der siegreichen Mannschaft an. Auch Friedrich
Birkenstock, Johannes Köhler, Johannes Weber, Friedrich Eckhardt, Karl Schaum
und Friedrich Schmidt waren in der erfolgreichen Mannschaft mehrfach vertreten.
Auf Vereinsebene stellte
das jährliche Königsschießen im Gegensatz zu heute den sportlichen Höhepunkt
dar. Die Schützenkönige des Schützenvereins Hüttenberg sind in einer der
folgenden Seiten in der Chronik aufgeführt:
Die Vielzahl der Namen
verdeutlicht die große Leistungsdichte der Hochelheimer Schützen vor dem Kriege.
Saalschießen und auch Kleinkaliberschießen, das besonders in der zweiten Hälfte
der dreißiger Jahre stark gefördert wurde und sich schnell verbreitete,
erreichten vor dem Krieg im Hochelheimer Schützenverein nie die gleiche
Bedeutung wie das Großkaliberschießen. Obwohl auch mit dem Kleinkalibergewehr
schöne Erfolge errungen wurden, fehlte einfach die Begeisterung, von der das
Großkaliberschießen stets getragen wurde.
Mit dem Ausbruch des 2.
Weltkrieges wurde zwangsläufig die Tätigkeit der Schützenvereine stark
eingeschränkt. Trotz des Zuganges von acht Jungschützen noch im Jahr
1942 setzte
die Verknappung des notwenigen Materials und ‑ viel schlimmer ‑ die Abwesenheit
oder gar der Tod von aktiven und passiven Schützen der Vereinsarbeit auch des
Hochelheimer Schützenvereins schließlich ein Ende. Die in den Jahresberichten
von den Schriftführern jener Jahre niedergeschriebenen Hoffnungen und Wünsche
gingen nicht in Erfüllung.
Der
neue Hüttenberger Schützenverein
Das Sprichwort "Aller
Anfang ist schwer" trifft auf den Neubeginn der Schützenvereine nach dem 2.
Weltkrieg in besonderem Maße zu. Der Schießsport war generell untersagt, die
vorhandenen Gewehre vernichtet worden. Die beiden Hochelheimer Schießstände
waren unbrauchbar: der 50‑m‑Stand war gesprengt, der 100‑m‑Stand demoliert
worden. Auch die Schützenhalle und deren Einrichtung wurden abmontiert und
verschwanden teilweise auf Nimmerwiedersehen. Aber
1960 ging es
auch dann in Hüttenberg mit dem Schießen wieder weiter und erfreulicherweise
ging es ohne Verzögerung auch sofort zur Sache: Nach der Neugründung des Vereins
am 17. Februar fand mit den beiden neu angeschafften Luftgewehren bereits am 23.
Februar das erste Training statt und schon am 19. März wurde die erste
Vereinsmeisterschaft ausgetragen.
Königskette, von Hans
Krauhausen 1962 gespendet!
Die Hauptinitiative für
den zügigen Neubeginn ging unter anderem von altgedienten Vereinsmitgliedern
aus: Der Mitbegründer Johannes Weber, der letzte Vorsitzende des alten
Schützenvereins, sowie die Schützenbrüder Johannes Jung und Friedrich Bach, der
ebenfalls bereits bei der Gründung 1926 dabei war, rührten kräftig die
Werbetrommel für den neuen Verein. Johannes Jung stellte sich als Vorsitzender
und Friedrich Bach, der bereits vor dem Krieg zweimal das Amt des Schriftführers
begleitet hatte, wiederum als Schriftführer für den jungen Schützenverein zur
Verfügung. Als Vorsitzende folgten auf Johannes Jung
1961 Friedrich Viehmann,
1963 Willi Best und
1972 Hans Faber, der
1961
Friedrich Bach als Schriftführer abgelöst hatte. Der Schwung des Neuanfangs
drückt sich auch in dem Mitgliederbestand aus: Am Ende des Gründungsjahres lag
er mit 41 höher als er im alten Schützenverein gewesen war.
Vielleicht mehr noch als
vor dem Krieg stand nun die sportliche Leistung im Mittelpunkt des
Vereinslebens, mitbedingt selbstverständlich durch die neue Organisation des
Sportschießens mit Meisterschaften im Sommer und Rundenwettkämpfen im Winter.
Das Schwergewicht lag zunächst eindeutig beim Luftgewehrschießen, das bis heute
in unserem Verein eine Schlüsselstellung einnimmt. Von Anfang an ‑ bereits bei
der ersten Vereinsmeisterschaft einen Monat nach der Neugründung ‑ wurden
beachtliche Resultate erzielt. Erster Vereinsmeister wurde Hans Weber mit 136
Ringen. Neben ihm waren in den Folgejahren Willi Best, Günter Weber, Hans Mack
und ab
1968 Willi
Müller als Vereinsmeister im Luftgewehrschießen erfolgreich. Dieselben Schützen
sowie außerdem Werner Schuster, Joachim Hufeld und, zunächst bei den Junioren,
später auch in der Schützenklasse, Uwe Hufeld und Willi Jung und in der
Altersklasse Heinz Schäfer und Ewald Jung, wurden auch mehrfach Kreis- und
Gaumeister sowohl in der Einzel‑ als auch in der Mannschaftswertung.
Gleichermaßen erfolgreich schnitt der Schützenverein Hüttenberg bei den
Luftgewehr‑Rundenwettkämpfen ab: Die Mannschaft der Schützenklasse schaffte es
fast im Durchmarsch ‑ nur Hermannstein schaffte es ein Jahr früher ‑ den
Aufstieg in die höchste Klasse, die Landesklasse. Willi Best, Hans Weber, Hans
Mack, Günter Weber, Joachim und Uwe Hufeld waren bei dem denkwürdigen
Aufstiegskampf mit von der Partie,
Die damaligen Junioren
Willi Müller und Willi Jung wuchsen wenig später in die Mannschaft hinein.
Leider war nach 9 Jahren in der Landesklasse, wobei dreimal der Gruppensieg
erreicht und mit Willi Müller viermal der beste Einzelschütze gestellt wurde,
nach der Saison
1975/76 der
Abstieg in die Gauklasse nicht zu vermeiden. Die übrigen Mannschaften der
Landesklasse, alle nach uns aufgestiegen, sind zu stark geworden.
Ausschlaggebend war nicht zuletzt der fehlende Nachwuchs, der sich in Hüttenberg
verständlicherweise in erster Linie in publikumswirksameren Sportarten versucht.
Neben dem
Luftgewehrschießen wird besonders das Kleinkaliber‑, Luftpistolen‑ und seit
1970 das
Zimmerstutzenschießen betrieben. Auch in diesen Disziplinen wurden schöne
Erfolge erzielt. Dabei sind die Leistungen von Willi Müller besonders zu
erwähnen, der seit Beginn des Zimmerstutzenschießens diese Disziplin im Gau
beherrschte und auch mit dem Kleinkaliber mehrfacher Kreis‑ und Gaumeister
wurde. Daneben waren die gleichen Schützen wie in der Luftgewehrdisziplin an den
zahlreichen Einzel‑ und Mannschaftsmeisterschaften beteiligt ‑ zusätzlich sind
Friedel Denkhaus und Horst Buß als Luftpistolenschützen zu nennen.
Wie im allen
Schützenverein kam auch im neuen die Kameradschaft nicht zu kurz. Eine besondere
Stellung in dieser Hinsicht nimmt im neuen Schützenverein das jährliche
Königsschießen ein. War dieses früher der sportliche Höhepunkt des
Vereinslebens, so ist es jetzt zum kameradschaftlichen Höhepunkt geworden, da
nicht nur die aktiven Schützen, sondern auch die passiven Mitglieder tatkräftig
an dem Schießen auf den geschnitzten Vogel und der anschließenden Königsfeier
teilnehmen. Daneben sind die jährlichen Wanderungen an Himmelfahrt sowie die
Weihnachtsfeiern bereits zu einer guten Tradition geworden. Die
Jahreshauptversammlung mit Ehrung der besonders erfolgreichen Schützen hat
selbstverständlich von ihrer früheren Stellung nichts eingebüßt. Nicht zuletzt
müssen die Ausflüge des Schützenvereins nach Kössen (Tirol) und Seebach
(Schwarzwald) erwähnt werden.
An besonderen Ereignissen
in der Nachkriegsgeschichte des Vereins sind neben den bereits erwähnten
sportlichen Erfolgen besonders der Bau und die festlich begangene Einweihung des
Kleinkaliberschießstandes im Jahre
1964 und die Übernahme des neuen
Luftgewehr‑, Luftpistolen‑ und Zimmerstutzenschießstandes im Sportzentrum der
Gemeinde Hüttenberg im Jahr
1969 zu
erwähnen. An beiden Projekten war die Gemeinde Hüttenberg maßgeblich beteiligt:
Für den Kleinkaliberschießstand übernahm sie, als Ersatz für die nach dem Krieg
demontierte Schießhalle, die Bereitstellung des zugeschnittenen Holzes und
verpachtete dem Schützenverein kostenlos die notwendige Fläche auf 99 Jahre. Die
Räumlichkeiten für den Schießstand im Sportzentrum wurden ebenfalls von der
Gemeinde bezugsfertig dem Schützenverein zur Benutzung gegen eine angemessene
Miete übergeben. Noch einmal sei der Gemeinde Hüttenberg an dieser Stelle ein
herzlicher Dank des Schützenvereines ausgesprochen.
Selbstverständlich
blieb bei beiden Projekten auch für den Schützenverein selbst noch genügend zu
tun. Besonders der Kleinkaliberschießstand nahm die Wochenenden der Schützen
1963 und
1964 stark in Anspruch. Bei
besonders schwierigen Aufgaben half sogar die Bundeswehr. Es bedurfte trotz der
Begeisterung, mit der man bei der Sache war, einiger dringender Appelle seitens
des Vorstandes an den Einsatzwillen der Mitglieder, um den Schießstand dann zur
Einweihung am 3. Oktober
1964 auch
restlos fertig zu stellen. In Anwesenheit des damaligen Landrates Schubert und des
Hochelheimer Bürgermeisters Viehmann wurde der Stand mit dem Ausschießen einer
Ehrenscheibe durch die Gäste seiner Bestimmung übergeben. Eine feucht, fröhliche
Tanzveranstaltung" wie es im Protokollbuch heißt, schloss die Veranstaltung ab.
Bei der Einrichtung des
neuen Schießstandes im Sportzentrum sind ganz besonders die Verdienste unseres
damaligen Vorsitzenden Willi Best hervorzuheben. Ohne seinen unermüdlichen
selbstlosen Einsatz hätte der Schießstand seine jetzige moderne und praktische
Form sicher nicht erhalten können. Wiederum übergaben mit einem Schuss auf eine
Ehrenscheibe der damalige Landrat Dr. Best und Bürgermeister Schmidt den Stand
am 3. Oktober
1969 seiner
Bestimmung. Am Sonntag danach wurde der Schießstand im Rahmen eines Tages der
offenen Tür regelrecht überlaufen. Die Begeisterung der Hüttenberger Bürger kam
auch in einigen Vereinseintritten zum Ausdruck.
In diesem Jahr, am 3., 4.
und 5. Juli
1976, feiert
nun unser Hüttenberger Schützenverein seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlass
haben wir einen Blick in seine Geschichte geworfen, haben freudige Ereignisse,
kleine und große Probleme gleichermaßen an uns vorüberziehen lassen. Wir haben
gesehen, dass das dauernde Auf und Ab im sportlichen Erfolg und in den
kameradschaftlichen Ereignissen das einzig Stetige des Vereinslebens darstellt.
Im Augenblick steht dem deutlichen kameradschaftlichen "Auf" ein gewisses "Ab"
im sportlichen Erfolg gegenüber. Die berufliche Belastung der aktiven Schützen
erschwert oder verhindert gar ein regelmäßiges Training, trotz der vorhandenen
vorbildlichen technischen Voraussetzungen; der lange Zeit stockende Zugang von
Nachwuchsschützen tat ein übriges. Aber es sind Anzeichen der Besserung zu
spüren, ausgelöst nicht zuletzt durch das 50jährige Bestehen des
Schützenvereins. Möge das aus diesem Anlass durch den Schützenverein Hüttenberg
ausgerichtete Kreisschützenfest mit dazu beitragen, dass ein in Erwartung des
10jährigen Bestehens 1935 im Protokollbuch notierter Wunsch auch weiterhin in
Erfüllung geht:
Text: Willi Best
Der
Schützenverein Hüttenberg ab 1976
Das
vom 3. – 5. Juli 1976
ausgetragene Kreisschützenfest, verbunden mit dem 50jährigen Vereinsjubiläum war
in allen Belangen ein durchschlagender Erfolg. Es gab Anlass dazu, dass auch
andere Kreisvereine ihre Jubiläen auf großem Niveau zum Austrag brachten. Ab
Mitte der 90er Jahre stagnierten die Kreisschützenfeste, da der menschliche und
materielle Aufwand in keinem Verhältnis zu den Einnahmen stand. Lediglich der
Kreisvorstand unter dem Kreisschützenmeister Walter Knorz und später Helmut Lein
organisierten auf Kreisebene in den Ausfalljahren so genannte
„Kreisschützenbälle“. Diese dienten als Überbrückung, um die große
Schützenfamilie alljährlich, auch zwecks Ehrungen, unter einen Hut zu bekommen.
Auch in der Struktur der
Sportschützen vollzog sich ein Wandel. Als neue Waffendisziplinen kamen Luft-
und Sportpistole, auf Kreis- Gau- und Landesebene neu hinzu und bekamen rasch
einen sehr hohen Stellenwert. Um die talentierten und interessierten
Pistolenschützen an unseren Verein zu binden, mussten entsprechende Schritte
getan und Schießmöglichkeiten geschaffen werden.
Zur Diskussion standen:
Plan
„A“: Umbau des alten KK-Standes erbaut 1964 „Auf der Höll“!
Nachteil:
Zwei getrennte Schießstände; KK-Stand wie gehabt, aber die Luftdruckwaffen
verblieben in 1963 erbauten Hüttenberger
Sporthalle.
Vorteil:
billigerer Ausbau und Ausdehnungsmöglichkeiten im Gelände.
Plan
„B“: Der unterirdische Bau einer Röhre neben der Sporthalle, angrenzend an den
LG-Stand, mit 5 kombinierbaren
Schiessbahnen 50m –KK und 25m SpoPi!
Nachteil: Hohe Kosten und keine Ausdehnungsmöglichkeiten.
Vorteil: Beide Schießanlagen an einem Ort liegend.
Wir entschieden uns für die preisgünstigere Variante „A“, zudem die Gemeinde
Hüttenberg gegen die Variante „B“ Einwände geltend machte.
1976
wurde ein neuer Pachtvertrag mit der Gemeinde geschlossen, sowie ein
Finanzierungs- und Bebauungsplan nach den damalig geltenden Richtlinien des
Hessischen Schießstandordnungsgesetzes erstellt. Federführend und –planend für
dieses Bauvorhaben war der damalige Vereinsvorstand u. a. die Herren Hans Faber
, Willi Best, Rudolf Drechsler und Hans Weber, um nur einige Namen zu nennen.
Dazu wurden einige moderne Schießanlagen besichtigt die unseren Absichten am
ähnlichsten waren. Planer Robert Engel erstellte die Bauzeichnung die nach den
Skizzen der Vorstandsmitglieder gemacht wurden. Eine kostenlose Baustatik
lieferte das Ingenieurbüro Hepp. Neben den Schießanlagen war die Planung eines
Aufenthaltsraumes für ca. 50 Personen mit Theke, eine kleine Küche, sowie
Sanitäranlagen vorgesehen.
Bevor der erste Spatenstich gemacht wurde, mussten ca. 800 Meter Wasserleitung
und Stromkabel vom Ort ausgehend verlegt werden. Die Anschlüsse sind gegenüber
der Grundschule auf dem Gelände der Hausmeisterwohnung. Bezuschusst wurde das
Bauvorhaben von Seiten der Gemeinde Hüttenberg, des Lahn-Dill-Kreises, des
Landes Hessen, sowie des Landessportbundes. Der Finanzierungsplan stand und es
konnte
1979 mit
dem Umbau begonnen werden. Schon im gleichen Jahr wurden von den
Vereinsmitgliedern mehr als 1000 Arbeitsstunden geleistet. Bis zur endgültigen
Fertigstellung und Bauabnahme am 28. März
1982
durch den Schießstandsachverständigen des Landes Hessen, Herrn Kehr standen über
7000 freiwillige Arbeitsstunden auf der Habenseite. Diese außerordentlich gute
Leistung machte einen aufzunehmenden Kredit von nur noch ca. 20.000.- DM nötig.
Ein halboffener, moderner Schießstand mit 5 Stück auf 50m hoch hängenden
Zuganlagen der Fa. Spieth für Kleinkalibergewehr und einer 25m
Sportpistolenanlage mit 5 Stück Präzisions- und Duellständen der Fa. Johannsen
sind die technischen Einrichtungen. Die Einweihungsfeierlichkeiten waren auf den
14. August
1982
terminiert. Zahlreiche Ehrengäste aus Sport und Politik waren mit Geschenk und
Grußworten erschienen. Die Beteiligung von Seiten der Öffentlichkeit war
überwältigend. Einen würdigen Ausklang am Tag darauf fand die Veranstaltung mit
einem öffentlichen Frühschoppen und Sektschießen. Der Schützenverein Hüttenberg
konnte sich dabei an einigen Vereinsbeitritten erfreuen. Seit dem ist unser
Verein in der glücklichen Lage, auf seinen Schießanlagen folgende Disziplinen
abzudecken:
Sporthalle: 9 Stände für Luftgewehr (auch 3-Stellung), Luftpistole, 5schüssige
Luftpistole auf 10 Meter; und wahlweise 3 Stände Zimmerstutzen auf 15 Meter.
Schießanlage „Auf der Höll“: Alle Disziplinen KK-Gewehr (Kal. 22) auf 50 Meter;
und alle Disziplinen SpoPi. und Handfeuerwaffen folgender Kaliber: 22; 32; 38;
357 Magn.; 44 Magn.; 45; 45 ACP; 9mm Para. und 7,65mm
Somit war auch für die Hüttenberger Schützen der Startschuss gegeben, sich mit
den Handfeuerwaffen zu bewähren und sich dem fairen Wettkampf zu stellen. Die
Popularität der neuen Schießanlage sprach sich herum, einige Gastvereine z. B.
Langgöns, Pohl-Göns, Ebersgöns und Gambach, die bis dahin über keine eigenen
Stände für diese Disziplinen verfügen, können bei uns trainieren und Ihre
Wettkämpfe austragen. Es boomte also auf dem neuen Stand. Namen wie Friedel
Denkhaus, Horst Buß Hans Wodak, Hans Mack, Dieter Wenzel Thomas Rink, Ortwin
Mendler bei den Pistolenschützen, sowie Altmeister Willi Jung, Harald Lißfeld,
Thomas Schmidt, Kirsten Zörb, Markus Blomer und Erwin Zörb sorgten bei den
Gewehrschützen für eine gezielte Leistungssteigerung Die Altersschützen Willi
Best, Joachim Hufeld, Hans und Günter Weber sowie Werner Schuster beherrschten
in den endsiebziger und achtziger Jahren die Altersklasse Luftgewehr. Die
Sportpistolenschützen steigerten sich von Jahr zu Jahr und schossen bis in die
neunziger Jahre hinein in der Regionalliga.
Um
den jugendlichen Nachwuchs bemühten sich nach dem Ableben von Rudolf Drechsler
die Übungsleiter Erwin Zörb und Volker Schmidt (Gewehr), Otwin Mendler
(Pistole), sowie zur Zeit Sascha Ohly. Auf junge Talente und guter Jugendarbeit
mit entsprechend motivierten Trainern setzt der Schützenverein für die Zukunft.
1983
wurde erstmals ein öffentliches Ostereierschießen mit dem KK-Gewehr ausgetragen.
Es war ein toller Erfolg und gehört bis zum heutigen Jahr zum festen Bestandteil
in unserem Vereinsleben. Ebenso zum jährlichen Vereinsgeschehen gehört das
Ortspokalschießen. Auch diese Veranstaltung, die immer an Pfingstmontag zum
Austrag kommt, wurde
1983
aus der Wiege gehoben. Die Resonanz ist groß, denn ca. 40 Vereinsmannschaften
der Hüttenberger Ortsvereine streiten im fairen Wettkampf um die begehrten
Pokale.
Für gesellige und frohe Stunden, mit Verlosung und gemeinsamen Abendessen,
sorgen außerdem unsere immer gut besuchten Weihnachtsfeiern, die standesgemäß am
letzten Samstag vor den Weihnachten gebucht sind.
1985
fand eine Feier, anlässlich unserer 25jährigen Widergründung von 1960 statt.
Der offizielle Teil mit diversen Ehrengästen fand an Samstagabend unter dem
Beisein unserer befreundeten Schützenvereine aus Seebach im Schwarzwald sowie
dem Schützenverein Flörsheim-Dalsheim bei Worms statt. Zu diesen beiden Vereinen
hegt der Schützenverein Hüttenberg rege, freundschaftliche Beziehungen, die
turnusgemäß mit jährlichen gegenseitigen, im Rotationssystem stattfindenden
Besuchen aufrecht erhalten werden. Kleine schießsportliche Wettkämpfe,
Besichtigungen, Tanz und Tombola sorgen immer wieder für eine gute Unterhaltung
bei den jeweiligen Treffen.
1990
wurde der Aufenthaltsraum mit einem Tiroler-Ofen ausgerüstet.
Dies war eine gute Investition, denn bei den winterlichen Trainingsabenden und
Wettkämpfen, sowie Feierlichkeiten, muss die Hütte warm sein. Dieser Ofen sorgt
für eine angenehme Raumtemperatur. Ein weiterer Vorteil daraus ist eine günstige
und ökologisch sinnvolle Verbrennung von dem nachwachsenden Rohstoff „Holz“.
Dieses benötigte Holz wird jährlich von einigen Vereinsmitgliedern im Wald mit
der Genehmigung von Gemeinde und Försterei geschlagen und verarbeitet. Wer
unseren Schießstand besucht, erkennt innerhalb der Schießbahnen, fein säuberlich
gestapelt unseren Brennstoffvorrat. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden,
dass wir im besonderen Maße unserem Edwin Zörb und seiner Lotte für die
Schießstandwartung, die Bewirtung ja sogar die gesamten festlichen Abläufe
betreuen, ein großes Dankeschön zum Ausdruck brachten!
1991
sind einmal die schießsportlichen Erfolge unseres Verein besonders zu nennen Die
Schützen Friedel Denkhaus, Thomas Rink, und die Jugendlichen Harald Lißfeld
sowie Thomas Schmidt hatten sich zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften
qualifiziert. Nicht weniger wichtig war die Aufnahme von Kirsten Zörb und Thomas
Schmidt in den Hessenkader des Hessischen Schützenverbandes. In diesem Jahr fand
das turnusmäßig stattfindende Freundschaftstreffen der Vereine
Flörsheim-Dalsheim und Seebach-Bosenstein bei uns vom 24. bis 25. August statt.
Jeweils große Abordnungen waren bei uns eingetroffen und verlebten 2 schöne und
kurzweilige Tage in Hüttenberg.
In den nun folgenden Jahren von
1992 bis
1998 waren
keine besonderen kulturellen Höhepunkte zu erwähnen. Es wurde jeweils das
Ortspokal- und Ostereierschiessen mit vielen Freunden und Gästen des Vereins
durchgeführt. Dazu kommen jeweils das traditionelle Königschiessen, Besuch der
Kreisschützenfeste oder –Bälle, interne Weihnachtsfeiern sowie die
Winterwanderungen „zwischen den Jahren“, Ende Dezember. Eine besondere Erwähnung
sollte die Ferienpassaktion der Gemeinde Hüttenberg für Kinder im Jahre
1995
erfahren. Dabei hatten sich 62 spielfreudige Kinder eingefunden. Die von einer
stattlichen Zahl Vereinshelfer betreut wurde. Aber es hatte sich gelohnt und
einige dieser teilnehmenden Kinder haben sich später beim sportlichen schießen
in unseren Verein eingefunden.
Mehrmals wurde unser Vereinsheim in diesen Jahren von Einbrechern heimgesucht.
Zweimal konnten die Täter von uns gestellt werden, es waren Jugendliche aus dem
heimischen Raum. Oft war der Sachschaden größer als die Beute an Wert
darstellte. Dies änderte sich mit der Installation einer von den Versicherungen
geforderten Alarmanlage. Aber absolute Sicherheit erfährt man nie!
Durch die Zerstörungswut eines oder mehrere Einbrecher wurden im Jahre
1998
einige Fenster des Schützenhauses beschädigt. In diesem Zusammenhang wurden alle
alten Fenster im Gebäude durch moderne Kunststofffenster ersetzt.
In der Jahreshauptversammlung von
1999
wurde nach langen Diskussionen beschlossen aus Anlass unseres 75jährigen
Bestehens das Kreisschützenfest für 2001 durchzuführen. Die Versammlung stimmte
erst dafür nachdem sich unser damaliger 1. Vorsitzender Dieter Wenzel bereit
erklärte, sein Amt bis dahin weiter zu führen. Eine weit reichende, mutige und
arbeitsintensive Entscheidung mit all seinen bis dahin anstehenden Prozessen und
Vorhaben. Es war auch angesagt den Schützenverein bei ortsinternen
Vereinsveranstaltungen und befreundeten Schützenvereinen sehen zu lassen,
Präsenz zu zeigen. Welches man auch in den Folgejahren tat.
Die Versammlung traf auch die Entscheidung ein Festschrift zu erstellen, wozu
auch ein Vereinsfoto mit Schützenkleidung im September
2000
gemacht wurde.
Kreisschützenfest aus
Anlass des 75jährigen Bestehens des Schützenverein Hüttenberg e.V.
Der Aufbau des 2000-Mann Zeltes mit Holzboden fand am 13. Juni
2001 auf
dem Festplatz hinter der der Sporthalle statt. Alle Vorbereitung war abgeschlossen
um am Donnerstag, dem 14. Juni das Fest beim Fassbieranstich durch unseren
Schirmherren Dr. Volker Krauhausen zu eröffnen. Am Freitag wurde ein Disco-Abend
mit einer Schneebar im Zelt mit Cocktails für die jungen Leute organisiert,
welche ganz gut angenommen wurde. Beim Kommersabend am Samstag wurden zahlreiche
Reden gehalten. Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch gesangliche
Darbietungen der heimischen Gesangsvereine. Der Fahneneinmarsch und die
Aufstellung der Fahnenträger auf der Bühne gaben für die durchgeführten Ehrungen
den würdigen Rahmen. Auch unsere jungen und hübschen Festdamen begrüßten das
zahlreiche Publikum mit einer gekonnt vorgetragenen Tanzeinlage. Zum Ausklang
des Abends spielte unsere Festkapelle „Heimatland“ zum Tanz auf. Unsere
Schützenfreunde aus Seebach und Flörsheim-Dalsheim hatten sich ab Samstagmittag
bis Sonntag bei uns einquartiert und feierten ordentlich mit. Der eigentliche
Höhepunkt des Jubiläums war der große Festumzug durch Hörnsheim und Hochelheim
am Sonntag bei ordentlichem Wetter. Über 60 Zugnummern zogen zum Abschluss in
das Festzelt wo das Bühnenspiel der Kapellen und Begrüßung durch unseren 1.
Vorsitzenden Dieter Wenzel und Kreisschützenmeister Helmut Lein stattfand. In
diesem Rahmen wurde die Siegerehrung des letzten Ortspokalschiessens
vorgenommen, der Kinderchor „Kleebachspatzen“ sowie unsere Festdamen hatten
einen Auftritt. Am Abend sollte der Entertainer und Showmaster Dirk Daniels
einer erwünschten großen Zahl Besucher einheizen. Er gab sich in gekonnter
Manier alle Mühe nur fehlte leider das Publikum. Sehr Schade für den tollt
Abend. Die Festlichkeiten klangen am Montag mit einem Frühschoppen und
Unterhaltung durch die Festkapelle „Heimatland“ aus. Die gesamte Arbeitsleistung
mit Auf- und Abbau sowie Bewirtung wurde in Eigenleistung mit Hilfe
verschiedener Ortsvereine erbracht und klappte sehr gut. Dazu konnten wir allen
Helfern und Organisatoren bei einem späteren Grillabend am 05. August
2001
im Schützenhaus herzlichen Dank und Anerkennung aussprechen.
In dem Jahr
2002
unterstützen wir die Jubiläumsfeierlichkeiten des Gesangsvereins „Frohsinn“ mit
2 Thekenmannschaften als Dankeschön für deren Hilfe bei unserem Fest. Timm Rauer
war der treffsicherste Jugendschütze beim Kreiskönigschießen und wurde zu
unserer und seiner Freude Kreisjugendkönig. Unsere marode Brücke über den
Schwingbach wurde im Laufe des Jahres durch eine neue auf ordentlichen
Betonpfeilern und Stahlträgern lagernde Betonbrücke mit Edelstahlgeländer
ersetzt. Die Einweihung erfolgte am 17. Dezember
2002
durch unseren Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt und 1. Vorsitzenden sowie
Organisator Volker Schmidt.
Bei der Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen
2004
wurden die Neuwahlen abgebrochen, weil sich bei der Wahl des 1. Vorsitzenden
Volker Schmidt einige Gegenstimmen meldeten und dieser die Wahl, bei vorheriger
Ankündigung in solchem Fall bei einer Vorstandsitzung, nicht annahm! Dadurch war
eine erneute außerordentliche Generalversammlung erforderlich. In dieser, am 03.
April
2004
wurde in Franz Brunda ein neuer 1. Vorsitzender und restlichen
Vorstandsmitgliedern gefunden. Eine wichtige Entscheidung zum Um- und Anbau des
Schützenhauses wurde bei einer Außerordentlichen Versammlung im August
getroffen. Zuvor hatte der Vorgängervorsitzende die Weichen gestellt den
langjährigen Pachtvertrag des LG-Standes in der Sporthalle mit der Gemeinde
aufzulösen um mit entsprechender Ablösungssumme die Möglichkeit zu schaffen den
LG-Stand auf eigenem Gelände zu bauen. Ab jetzt konnten alle notwendigen
Schritte mit Planungs- und Genehmigungsverfahren eingeleitet werden.
Das Jahr
2005 stand
ganz im Zeichen des Standumbaus mit Abriss- Umbau- u. Anbauarbeiten. Dadurch
wurde das Königschiessen ausnahmsweise auf einem provisorischen LG-Stand
durchgeführt und das Ortspokalschießen musste leider ausfallen. Jedoch konnte
die alljährliche Weihnachtsfeier im neuen, größeren umgebauten Aufenthaltsraum
begangen werden. In
2006 wurde
beschlossen, dass die 50m KK-Gewehranlage mit elektronischen Ständen von Fa.
Meyton ausgestattet werden soll und der LG-Stand eingeweiht werden kann. Die
Standabnahme des KK-Standes erfolgte am 22. August 2006 um anschließend eine
Schießerlaubnis beim Ordnungsamt zu erhalten. Diese wurde im September und für
den 25-Meter Pistolenstand im Oktober erteilt, somit konnte das erste
Königschiessen auf der neuen KK-Anlage
2006
durchgeführt werden. Unser nun fast fertiges Schützenhaus wurde in der Folgezeit
auch für angemietete Feierlichkeiten genutzt.
Auch im Jahr
2007
wurde immer weiter im und um unserem Schützenhaus herum gearbeitet und viele
Arbeitsstunden geleistet. Aber auch das gesellige wurde nicht Außeracht gelassen
und beim Kreiskönigsschießen in Steindorf kamen König und Königin aus
Hüttenberg. Den Kreiskönigsadler der Herren schoss Dieter Wenzel und den er
Damen Brigitte Brunda ab. Ein seltenes Ereignis.
Die folgenden Jahre wurden die bereits genannten traditionellen Veranstaltungen
unsers Vereins im Laufe eines jeden Jahres durchgeführt und die der Ortsvereine
mit Abordnungen besucht. Viele weitere Arbeitseinsätze eingelegt um die
Bautätigkeiten am Schützenhaus abzuschließen. Das wird wahrscheinlich nie der
Fall sein, den es gibt in solch einer komplexen Anlage immer etwas zu tun oder
zu verbessern. Jeder Verein sollte auch bestrebt sein, sich nach seinen
finanziellen Möglichkeiten ausrichten. So ist es auch bei uns! Es könnten viele
Dinge besser, schöner und neuer sein, aber es geht nicht alles auf einmal.
In
2010 werden wir unsere Feierlichkeiten zur 60jährigen Widergründung begehen und
anschließend die offizielle Standeinweihung feiern. Denn eines dürfen und sollen
wir nicht vergessen! Wir sind ein aktiver Schützenverein mit laufendem
sportlichem Betrieb der Schützen. Es werden viele Trainingseinheiten,
Rundenwettkämpfe durchgeführt, Meisterschaften besucht und ordentliche
Jugendarbeit geleistet. Denn nur dafür, im Grunde genommen, steht der Zweck
eines bzw. unseres Schützenvereins.
Texte: Von 1976 bis 1990 Hans Faber ab 1991 Volker Schmidt
„Möge uns auch die kommenden Jahrzehnte weitere
Erfolge bringen, damit wir einmal in späteren Zeiten einen stolzen Rückblick auf
die Geschichte unseres Vereins werfen können.“

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